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SCHMERZTHERAPIEZENTRUM |
Erfahrung schon seit 1983
TIETZE-SYNDROM
(Chondrodynia costosternalis)
Der Begriff:
Alexander Tietze war Chirurg in Breslau und unter einem Synd rom versteht man ein stets mit etwa den gleichen Kran kheitszeichen einhergehendes Krankheitsbil d, meist unbekannter oder viel deutiger Ursache.
Das Tietze-Syndrom wird auc h als Mor bus Tietze, Chondropat h ia tube rosa oder Chondrodynia costosternalis bezeichnet.
Dem Tietze-Syndrom liegen Störu ngen im Bereich der oberen ster nokostalen Übergänge (= vom Brust bein zu den Rippen) zugrunde, hervorgerufen durch sync hondrosennahe (= nahe am Knorpelgelen k gelegene) Überlastungs- oder Er müdungs(mikro)brüche, nicht selten nach einer Thorakotom ie (= operative Eröffnung des B rustraumes).
In der Regel geben die Patien
ten mit
Tietze-Syndrom einseitige, unspez ifische Brust- und
Brust beinschmerzen an, überwiegend lin
ks,
die bei Beschwerdezunah me auch in den linken Ar
m
ausstrahlen und dann Herzbesch werden vortäuschen können. In vielen Fällen
bestan d bei Patienten mit einem Tietze-Syndrom deshal
b in der
Vorgeschichte schon häufiger der Ver dacht auf Herz
infarkt. Bei rechtsseitiger
Besch werdelokalisation kann es auch zu einer Schmerzausstrah
lung in den
rechten (Ober-) A rm kommen. Manche Patienten verspü
ren auch eine
Sch merzausstrahlung in die linke Halsse
ite.
Vegetative Begleitersch einungen, wie beschleunigter Pul
s und Hitzegefüh l, sind
nicht selten und der Schmerzcharak ter ist oft brennend oder glü
hend, also ganz
im Sinne einer Sympathal gie (= Schmerzen, ausgehen
d vom vegetativen Nerv ensystem)
bzw. eines
Quadrantensyndroms (= vege tative Schmerzen im Bereich eines Kör
perviertels).
Beim Quadrantensynd rom folgt die Schmerzausbreitung nicht der seg
mentaler Ordnung der
Ner ven sondern mehr dem Verl
auf
eines größeren Blutgefäßes.
Nicht selten kl agen die Patienten auch über
Schmerze im Brustbein, die in den gleichseitigen
Hals bereich aufsteigen.
Bei der Untersuchung sind bei der Chondrodynia costosternalis schmerzseitige R ippenansätze am Brustbein deutlich d ruckschmerzhaft und erscheinen auf getrieben. Bei stär kerem Druck können häufig die vom Pat ient berichteten Besch werden im Brusttraum ausg elöst werden.
Die Therapie des
Tietze-Syndrom`s ist einfach und überwiegend erfolgreich:
Bewährt hat sich die
therapeutische Lokalan ästhesie (=
Behandlung mit einem ör tlichen Betäubungsmittel)
(z.B. Bu pivacain 0,5%) in Form von engmaschig wiederholten Infiltrat
ionen (z. B.
2 mal täglich über 10 Tage) der sch merzhaften Rippenansätze am Brust
bein (evtl.
auch mit Kortikoidzusat z).
Zur Vermeidung einer folgensch weren Verletzung des Mediast
inums (=
Mittelfellrau m, unter dem Brustbein gelegen) empfiehlt es sich, die Kanü
le
(= Spri tzennadel) nicht senkrecht zur Hau
t einzustechen, sondern stets in
einem Win kel von ca. 45 Grad.
Wohltuend empfindet der (schlan ke) Patient auch das Auftragen einer
anäs thesierenden (= betäubenden) Sal
be (z.B. EMLA®) oder auch ASS in
Äther gelöst. Auch kann eine Ion tophorese (= Einbringen eines Medikamen
ts
durch die Haut mit Hilfe eines elek trischen Stroms) mit z.B. Diclofenac
hilfreich sein.
In hartnäckigen Fäl len mu
ß die beschriebene therapeutische Lokal
anästhesie konsequent 2 mal tägl
ich (auch am
Woche nende) durchgeführt werden, was i.d.R. allerdings nur unter stat
ionären Bed ingungen durchführbar ist.
Als nächst höhere Th erapiestufe kommen wiederholte
Stel latumblockaden (= das Ganglion stella
tum
ist eine Schal tstelle des unwillkürlichen Nervensystems im seitlichen
Hals bereich) in Frage.
Vorübergehen d ist auch beim Tietze-Syndrom die Verord
nung eines tri- oder tet razyklischen Antidepressivums (= Mittel zur Behand
lung einer
Depress ion) zur
Schmerzdistanzierung sinn voll, ebenso (vorsichtige) gym
nastische
Übungsbehandlungen zur Verbesser ung der Thoraxmobilität (= Beweglichkei
t des knöchernen Brust korbs).
Das Tietze-Syndrom wird nicht selten
(fälsch licherweise) als Costoch
ondritis bezeichnet. Bei der
Costochond ritis handelt es sich um eine Entzündung des
Knor pels an den sterno
kostalen Übergängen (= Ü bergänge vom Brust
bein zu den
Rippen). Die Cos tochondritis kommt eher selten vor, sie tritt meist
im Rah men einer systemischen (= den ganzen Kör
per betreffenden)
Erkran kung auf, so z.B. beim Morbus Rei
ter (= reaktive entzündliche
Systemer krankung vorwiegend bei jüngeren Männern mit Entzün
dungen der
Bin dehaut, Harnleiter und Gele
nke).
Die Behandlung erfolg t wie beim
Tietze-Syndrom.
Brustbeinsch
merzen
können auch vom Knoc
hen selbst ausgehen, so
z.B. nach Brustbeinprel lungen, -verletzungen oder auch nach einer
Thora kotomie (= operative Eröf fnung des Brust
raumes). Dabei
handelt es sich i.d.R. um eine unspezif ische, aseptische (= nicht von
Krank heitserreger verursachte)
Knochen hautentzündung.
Sehr hilfreich ist auch in diesen Fäl len
eine in kurzen Abständen
wiederholte therapeut ische Lokal
anästhesie (=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmitte
l)
in Form von wiederholten, großzü gigen Infiltrationen des Brustbein
bereiches,
wobei aber der Knoc hen bzw. die Knoc
henhaut
selbst nicht tang iert werden darf, da dies zu zusätzlichen
Sch merzreizen führt.
Daß örtl iche Betäubungsmittel auch en tzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich w issenschaftlich erwiesen. Wenn Sie meh r darüber erfahren wollen, so klic ken Sie hier.
Brustbeinsch merzen, die mehr h inter dem Brustbein em pfunden werden, weisen auf Er krankungen der Speiseröh re oder auch auf die koronare Herzkran kheit hin. Auch Sch merzen infolge eines Ma gengeschwürs können hinter das Bru stbein ausstrahlen.
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Große Erfahrung, in der Klinik werden schon seit 1983 ausschließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.
Für gesetzlich versicherte Patienten werden nach § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitations- und für Privatpatienten (auch Beihilfe) Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten.
Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet "Spezielle Schmerztherapie", 1 Jahr Anästhesie sowie 18 Monate Physikalische und Rehabilitative Medizin.
Umfassendes Therapieangebot, Durchführung aller anerkannten schulmedizinischen und einiger naturheilkundlichen Therapieverfahren, auch Akupunktur, bis hin zur Implantation von Morphinpumpen und Rückenmarkstimulationssystemen.
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